Der beste Freund, den ich niemals hatte III

Na gut, dann also weiter! Zuerst einmal vielen Dank an diejenigen, die bis hierher gelesen haben und Einigen, die sogar außerhalb des Kommentarbereichs mit mir diskutiert haben. I really appreciate it. Nur soviel: Ich halte eine Aktivbox nicht grundsätzlich einer passiven Variante überlegen! Das hat bei mir berufliche Gründe, den Passivbetrieb »kenne ich sozusagen gar nicht«. Fürderhin bin ich der Meinung, daß statt dem Tausch »eines Kondensators aus der High-End-Liga« oder eines »Boutique – IC« es für den Höreindruck erheblich sinnvoller sein kann, dicke Vorhänge vor die Glasfront zum Garten zu hängen oder sich eine vernünftige Sitzposition zum Hören zu suchen. Auch eine nur zentimeterweise andere Aufstellung der Lautsprecher bringt in aller Regel mehr Effekt als der Wechsel der Endstufen oder des Vorverstärkers (hatte ich mich schon über Kabel geäußert?) Aber: All diese Binsenweisheiten sind natürlich keine Grundlage für einen Entwickler, der davon ausgeht, daß seine Geräte in einer artgerechten Umgebung zum Einsatz kommen.

Soviel dazu.

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Der beste Freund, den ich niemals hatte I

Ach, Kinder! Wie die Zeit vergeht. Ein Jahr ist das nun schon her seit meinen schweizer Impressionen. Oder exakter: Seit ich bei Cheffchen gekündigt habe. Ich fand es dann doch nicht mehr so lustig. Der Altgeselle ist wohl auch weg, wie ich vernahm…

Eine neue Arbeit am Staatstheater, aber das ist eine andere Geschichte.

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2 Tage im August II

Der permanente Nieselregen ist mittlerweile einem massiven Guss gewichen. Und als ich etwas genervt in den Himmel schaue, beschließt Petrus, daß man da durchaus noch eine Schippe drauflegen könnte. Danke, du Arsch! Zur Vergeltung lege ich Michael McDonalds Blink of an Eye auf. Aber wenn man dazu keinen Diesel starten kann, der einem das Gefühl von Vortrieb gibt, ist das auch etwas unsinnig. Neben mir läßt einer der Trucks seine Maschine an. Neidisch lausche ich den 24 Litern Hubraum, die da ihre Arbeit aufnehmen. Ich will auch so etwas. Einen großen, zuverlässigen Motor, der einen 30 ft Trailer wegzieht wie ein Stück Wurst vom Sandwich. Mein Gott, ich liebe Trucks beinahe so sehr wie Motorräder.

Dem Wetter zum Trotz ziehe ich die Lederjacke an und mache einen Erkundungsgang über das Gelände. Wir sind von Drahtzäunen umzingelt, keine Pommesbude, kein Kiosk – gar nichts, nur eine graues Zollgebäude. Vor uns der Rhein, eine Brücke ohne Fussweg. Perfekt zum verhungern. Cheffe versucht vermutlich, mit Hilfe einiger Bauarbeiter von der Straße seinen Laptop aufzuklappen, der Altgeselle den Scanner zum Leben zu erwecken, während sich die Schweizer Spedition wundert, warum am anderen Ende der Leitung nichts passiert. Besser wieder ins Fahrerhaus meines Mickey-Mouse Autos. Ich bekomme bei den Tonnen von Stahl und Aluminum hier noch Komplexe. In meinem nächsten Leben mache ich das große Patent und dann darf ich das auch. Neben dem Lappen für große Yamahas.

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2 Tage im August I

Ich werde ja immer misstrauisch, wenn im Laufe eines Gesprächs das Wort »Meinung« praktisch in jedem Satz erscheint. Ganz besonders dann, wenn vom Ausgang des Gespräches irgend etwas abhängt. In diesem Fall ging es um den Zoll an der Schweizer Grenze. Gebrauchtes Material (ein paar alte LED Lampen von Expolight) hat der Chef gekauft und die sollen nach Hannover. Nach »Meinung« des Altgesellen »wollten die ja was von uns«, also sollten die sich nicht so haben. Schon mal ganz kalter Kaffee und auch nicht besonders originell. Cheffe telephonierte so oft mit dem Zollamt in Hannover, bis er jemanden am Rohr hatte, der in groben Zügen daß erzählte, was er hören will. Man war also bestens informiert und mit einer Meinung bewaffnet – was kann da noch schiefgehen?

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Husum

Es ist gar nicht so einfach, in Husum ein »einheimisches« Bier zu bekommen. Statt dessen irgend ein Möchsgewand auf dem Label, kurze Lederhosen und andere Hofbräuhausromantik. Ein Trauerspiel! Fündig wurden wir in Dragseths Gasthof, die nicht nur dunkles Dithmarscher, sondern auch eine freundliche Bedienung und sehr gutes Essen feilboten, eine in Husum eher unübliche Konstellation. Irgend etwas davon fehlte immer. Sehr schade, dabei ist es doch ein wirklich sympathisches Städtchen.

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Keep on rolling

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Mach die Musik leiser…

…man kann sich ja gar nicht unterhalten!

Soll man auch gar nicht, deswegen läuft ja Musik. Ich höre jetzt Musik. Wenn ich mich unbedingt unterhalten will, läuft sie nicht. Nicht einmal leise, sondern gar nicht. Dann versuche ich mich eventuell zu unterhalten, soweit es dein  schnurloses Telephon zuläßt, dessen Gegrunze, Fiepen oder Vibrieren in jedem Falle wichtiger ist als alles, was ich anzumerken hätte. Weiterlesen →

Informiert

Wunder des Internets! Man muß sich nur informieren und alles wird möglich.

Ein Bekannter von mir mag die Art und Weise wie man bei mir Musik hören kann und das will er nun auch. Sein Weib hat noch 3,4 Schallplatten und die möchte sie gerne mal wieder hören. Der Bekannte, soviel sei gesagt, hat gar nichts außer einem Fernseher, der zur Zeit gegen ein etwa bettlakengroßes Möbel ausgetauscht wird. Das wiederum hängt an einem Terminatorarm an der Wand; ein ästhetisch durchaus diskutables Arrangement, aber es ist halt der Fernseher und da müssen schon mal Design-Kompromisse gemacht werden. Weiterlesen →