Debitel

Warum hat man nie das was man will? Oder ist dort?

Was ist eigentlich aus Selenskyjs Siegesplan geworden? So ganz verstanden hatte ich den zwar nicht (Wunderwaffen, Phantastillionen viel Geld von westlichen Jubelpersern, uneingeschränkter Zugang zu den Arsenalen der Nato). Pfünff Punkte, davon 3 Geheime – das klingt doch nach einem Plan!

»Der Kriegsplan faßt den ganzen kriegerischen Akt zusammen, durch ihn wird er zur einzelnen Handlung, die einen letzten endlichen Zweck haben muß, in welchem sich alle besonderen Zwecke ausgeglichen haben. Man fängt keinen Krieg an, oder man sollte vernünftiger Weise keinen anfangen, ohne sich zu fragen, was man mit und was man in demselben erreichen will, das Erstere ist der Zweck, das Andere das Ziel. Durch diesen Hauptgedanken werden alle Richtungen gegeben, der Umfang der Mittel, das Maaß der Energie bestimmt, und er äußert seinen Einfluß bis in die kleinsten Glieder der Handlung hinab.«

Zitat eines orginellen Militärwissenschaftlers

Mann, ich habe gerade so richtig schlechte Laune! Nun war Donnerstag, irgend so etwas mit evangelischen Werten und ich dachte, das kann man auch mit Youtube vergeuden.

Regel Nr.1 : Auch am Südpol kann der Bikini nicht knapp genug sein. Mädelz, kapiert das endlich – ich kann euch nicht mehr sehen! Und ja, die meinten das ernst mit der Ausrichtung der Panele.

Das ist auch nicht zum drehen oder so…

Ob Trump in einer Woche gewählt wird?

Natürlich wird er das.

7 Gedanken zu „Debitel

  1. Moin und najaaaaaaaaa….

    Selenskyj steht halt faktisch mit dem Rücken zur Wand und das weiss er sicher auch genau.

    Es bleibt dabei auch immer noch festzuhalten, dass die Ukraine hier Spielball zwischen den Mächten ist und Russland unter Putin der Aggressor, der durch diesen Krieg verhindern will, dass die Ukraine in der „westlichen Hemisphäre“ verschwindet und damit deren Pfründe für ihn nicht mehr zur Verfügung stehen.

    Im Gegenzug sind die Verbündeten wie EU und USA natürlich auch daran interessiert und haben sich praktisch über die militärische Hilfe und Kredite in einem Maße eingekauft, der die Ukraine auf mittelewig abhängig macht.

    Das A….loch bleibt trotzdem Putin, der mit diesem Stellungskrieg relativ easy in der Lage ist, die Ukraine auszubluten und ohne Hilfe ist es so oder so eine Zeitfrage, bis der Laden zusammenklappt. Es bleibt faktisch nur zu vermuten, dass am Ende doch die Ostukraine in einer Art Burgfrieden abgetreten wird und dann nach zigtausenden Toten auf beiden Seiten dass der Preis dafür ist.

    Ein Eskalieren von ukrainischer Seite halte ich mehr oder weniger für unwahrscheinlich, weil hoffentlich keiner der Westmächte/NATO-Mitgleider so bekloppt sein wird, da einzusteigen. Die sind froh, wenn sie jeden Tag über die Runden kommen und Putin ist es furzegal, wieviel seiner Söldner dabei über die Klinge springen.

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    • Moin und jaaaaneeeee

      Selenskyj steht mitnichten an/vor irgend einer Wand – eher hinter einer. Vor der Wand stehen tausende von ukrainischen und russischen Müttern, Vätern und Kindern; Soldaten beider Seiten nicht zu vergessen. Die stehen tatsächlich ohne Deckung und vor der Mündung irgendwelcher Waffen vor dieser sprichwörtlichen Wand. Weder Selenskyj noch Putin noch Annamagdalena Bärbrück oder der Vorstand von Rheinmetall stehen da – nur die, die das tatsächlich ausbaden müssen.

      »Man fängt keinen Krieg an, oder man sollte vernünftiger Weise keinen anfangen, ohne sich zu fragen, was man mit und was man in demselben erreichen will, das Erstere ist der Zweck,…«

      Das Clausewitz-Zitat wäre im Grunde ja ohnehin eher auf Putin bezogen. »dass die Ukraine in der „westlichen Hemisphäre“ verschwindet und damit deren Pfründe für ihn nicht mehr zur Verfügung stehen.« – »…das Andere das Ziel.«

      Wer dabei wen als ausgemachtes Arschloch verorten will, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, keinesfalls eine historische Größe. Wer welche Gründe hat, einen Krieg zu beginnen oder ihn über alle Vernunft hinaus zu verlängern, entzieht sich meiner Kenntnis – ich weiß es schlicht nicht! Und was mir von Tagesschau und ihren angeschlossenen Sendeanstalten an Gründen genannt wird, überzeugt mich nicht. Die kenne ich bereits von den „Welt“kriegen des zwanzigsten Jahrhunderts und da unterscheiden sich Pentagon, oberste Heeresleitung und Führerhauptquartier leider in gar nichts. Nur die Fahne auf dem Dach des Pressebüros; das ist mir zu wenig.

      Sie lagen vier Jahre im Schützengraben.
      Zeit, große Zeit!
      Sie froren und waren verlaust und haben
      daheim eine Frau und zwei kleine Knaben,
      weit, weit –!
       
      Und keiner, der ihnen die Wahrheit sagt.
      Und keiner, der aufzubegehren wagt.
      Monat um Monat, Jahr um Jahr…
       
      Und wenn mal einer auf Urlaub war,
      sah er zu Hause die dicken Bäuche.
      Und es fraßen dort um sich wie eine Seuche
      der Tanz, die Gier, das Schiebergeschäft.
      Und die Horde alldeutscher Skribenten kläfft:
      „Krieg! Krieg!
      Großer Sieg!
      Sieg in Albanien und Sieg in Flandern!“
      Und es starben die andern, die andern, die andern…

      […]

      Du sollst nicht töten! hat einer gesagt.
      Und die Menschheit hörts, und die Menschheit klagt.
      Will das niemals anders werden?
      Krieg dem Kriege!
      Und Friede auf Erden.

      K.T. 1919

      Entschuldige Siewurdengelesen, ich kann nicht anders

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  2. Nejane;-)

    Wie verhält sich ein Angegriffener?

    Es ist halt leider Wunschdenken, dass einfach alle Soldaten abhauen und die Deppen „weiter oben“ ihre Machtgier selber ausbaden lassen. Mit Vaterlands-Gequatsche und den ganzen überladenen Idealen, Abenteuern und was noch dran klebt, lassen sich halt immer wieder Menschen ködern, egal ob Afghanistan, Ukraine oder wo auch immer. Vielleicht braucht´s wirklich ein gewisses Alter und eine gewisse Reife, um sich dem zu entziehen.

    Andererseits steht die Frage, was mache ich als Einwohner einer Gegend, die direkt überfallen wird – abhauen und wohin und was sind die ukrainischen Alternativen außer sich zu ergeben mit allen Konsequenzen? Für die Ukrainer wird es durch einen derartigen „Frieden“ wahrscheinlich nicht besser.

    Die Kriegsgewinnler halten auf beiden Seiten die Hände auf und zählen mit jedem weiteren Tag nach oben. Wenn morgen der Irre in Washington der neue POTUS wird, ist der Drops für die Ukraine sowieso gelutscht, wenn ihn die „Falken“ nicht vom Gegenteil überzeugen können. Kriege wird es dann trotzdem weiter geben, solange der Murks Kapitalismus heißt. Und eine „Lösung“ habe ich leider auch keine oder wenigstens keine, die dieses System friedlich überwindet.

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    • »Wie verhält sich ein Angegriffener?«

      Kommt darauf an, ob ein Adolf Hitler oder Napoleon Bonaparte Köln angreift. Und man könnte ja auch ketzerisch fragen, ob eine 14jährige, die gerade ihre erste Liebe gefunden hat, lewwer duad üs Slaaw ist oder sich ganz ketzerisch lieber ergibt statt zu sterben. Sie hat noch so einiges vor. »Mit Vaterlands-Gequatsche und den ganzen überladenen Idealen„ hat sie Gott sei Danke erst mal nichts am Hut.

      »Für die Ukrainer wird es durch einen derartigen „Frieden“ wahrscheinlich nicht besser.« , schränkst Du ja auch selber ein. Durch Krieg aber in jedem Falle schlechter – darüber sind wir uns wahrscheinlich einig. Meine liebste Funny, die hier bei uns in der Flüchtlingsversorgung in der Gemeinde arbeitet, erzählt viel von den traumatisierten Menschen, die sich liebend gerne irgend jemandem ergeben würden, wenn nur diese Alpträume aufhören würden. Wir photographieren sie (analog), damit ihre Gesichter nicht vergessen werden können wie ein Schnipsel auf WhatsApp.

      Edit

      Erzähl denen mal von gerechtem Krieg

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  3. Es geht nicht um einen „gerechten“ Krieg, den es sowieso nicht gibt.

    Wenn Putin nicht unter erstunkenen Gründen die Ukraine überfallen hätte, bräuchte niemand jetzt darüber zu debattieren, ob man lieber unter russischer Annexion leben oder für die ukrainische „Freiheit“ sterben müsste?

    Soweit ich weiß, ist die Ukraine seit dem Zerfall der Sowjetunion ein souveräner Staat und kein Landesteil Russlands, auf welchen Russland irgendwelche Ansprüche hat. Das sich diese dabei in der jüngeren Vergangenheit Richtung Westen bewegt hat und das dem Kreml nicht gefällt seit dem Abwählen der eher mit Russland sympathisierenden Präsidenten, kann ich mir dabei vorstellen.

    „Und man könnte ja auch ketzerisch fragen, ob eine 14jährige, die gerade ihre erste Liebe gefunden hat, lewwer duad üs Slaaw ist oder sich ganz ketzerisch lieber ergibt statt zu sterben.“

    Wenn dann ketzerisch zurückgefragt so eine Deern vom Besatzer vergewaltigt wird oder Angehörige bei einem Massaker wie in Butscha oder durch den ständigen Beschuss ermordet werden, ist das vielleicht auch nicht so dolle. Das dabei auf Dauer sich beide Seiten an Kriegsverbrechen schuldig machen, macht die Sache nicht besser.

    Wikipedia

    LPB

    Human Rights Watch

    Inzwischen oder von mir aus auch von Anfang an seit dem Überfall wird ein Verhandeln stets mit einer unterdrückten und russischerseits eingegliederten Ukraine enden. Im Umkehrschluß bekommt ein Putin dort auch keine Ruhe hinein und es steht weiter Bürgerkrieg und Untergrundaktionen im Raum und alles, was dazugehört auch an Reaktionen durch die potentiellen Besatzer. Insofern kann man davon ausgehen, dass die Alpträume dadurch nicht aufhören, wie sie auch vorher schon bei dem ständigen Krieg auf Sparflamme in der Ostukraine nicht geendet haben.

    Die Debatten um das Minsker Abkommen kenne ich auch und Stand jetzt ist vermutlich der Lauf der Dinge, dass die Ostukraine irgendwann Russland zugeschlagen wird. Ob Putin dann tatsächlich Ruhe gibt oder irgendwann wieder seinen Drang entdeckt, mittels Spezialoperation die Ukraine oder andere Staaten an seinen Grenzen „entnazifizieren“ zu müssen, bleibt im Raum sehen. Die Ukraine ist halt nur der fetteste Brocken.

    Und ja, ich bin auch so ein wenig in der Flüchtlingsmaterie drin, aber halt eher so Afghanistan, Syrien usw…

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  4. Moin Siewurdengelesen

    »Wenn morgen der Irre in Washington der neue POTUS wird, ist der Drops für die Ukraine sowieso gelutscht, wenn ihn die „Falken“ nicht vom Gegenteil …«

    Ja, das mit dem Psychopathen hat sich dann ja erst mal erledigt. Und eine neue Wehrpflicht steht uns ebenfalls ins Haus.

    »Niemand soll einfach nur die „Zeit absitzen“, wie es früher mit der Wehrpflicht oft der Fall war. Der Wehrdienst soll als Chance begriffen werden, etwas zu erlernen, was man später nicht mehr so ohne Weiteres erlernen kann

    Ob man lieber ein Beil oder einen angespitzten Stock nimmt, nehme ich an – ich kenne mich da aber nicht so gut aus.

    »Wird es Sanktionen für die geben, die eine Erfassung verweigern?
    Es wird auch Sanktionen geben müssen.«

    Ja, leider, leider! Hätten wir zwar gerne vermieden, aber Gevatter Sachzwang!

    »Wenn Putin nicht unter erstunkenen Gründen die Ukraine überfallen hätte, …«

    Das ist nach dem bisherigen Erkenntnisstand unstrittig.

    »…bräuchte niemand jetzt darüber zu debattieren, ob man lieber unter russischer Annexion leben oder für die ukrainische „Freiheit“ sterben müsste?«

    Eine Debatte, die sowieso meist an falscher Stelle geführt wird. Die unmittelbar Betroffenen haben dazu sicher eine eigene (und relevante) Einstellung.

    »Ob Putin dann tatsächlich Ruhe gibt oder…« ein Trump, ein Pistolorius oder irgend ein anderer Psychopath – sehr unwahrscheinlich. Diese Klientel lebt letztlich davon, irgend einen Wirbel zu verursachen, um im Gespräch zu bleiben. Krieg führen die sozusagen aus Langeweile, weil das geneigte Publikum sonst denkt, es wäre nichts los.

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  5. Das ganze Kriegsgezetere diverser und in aller Regel unbeteiligter Politiker ist dabei ein Punkt, der mich genau so anödet wie Dich, vor allem wenn ich eben solche Plinsen wie Pistorius, Strack-Zimmermann und weitere Konsorten höre und sehe, die da volle Kanne darauf abfahren und denen die ausgesetzte Wehrpflicht schon lange ein Dorn im Auge war. Da ist das 100-Milliarden-Euro-Geschenk an die Rüstungsindustrie noch nicht mal berücksichtigt. Die haben ja schon feuchte Knie, wenn sie in der Kluft Schaulaufen machen.

    So wie bei der Wehrpflicht durch die Hintertür verhält es sich mit Bürgergeld aka HartzIV 2.0 und anderen Dingen. Wenn man nicht selber derjenige ist, der am Ende vom Geld noch Monat übrig hat oder umgekehrt mit Geld hausieren gehen kann, dass ihm nicht gehört oder eben den Arsch nicht hinhalten muss, wenn es knallt, der kann sich wohl aus dem Fenster lehnen. Gerade Pistorius hat sich da bereits sehr früh einmal verquatscht, als er orakelte, dass der Trachtenverein wieder kriegsfähig werden müsse.

    Wie ein gewisser Elias Schwerdtfeger meint, sind die wahren Kriegshelden die Deserteure. Mir schwant aber auch, dass es da auch wenige auf beiden Seiten gibt und auf jeden Fall zu wenige, um mangels „Menschenmaterial“ diese Scheiße zum Erliegen zu bringen. Für unsere famose Asylpolitik ist das ja nicht einmal zwingend ein Asylgrund, sondern die Ämter treiben diese Flüchtlinge hübsch-fein in ihre Länder zurück.

    Als Außenstehende dazu solche Debatten zu führen, hat immer einen Beigeschmack im Vergleich zu den direkt Betroffenen. Meines Erachtens sind da aber selbst unter den Ukrainern die Sichten so halbe-halbe. Wirklichen Bock auf die „Russen“ haben die oft auch nicht, wissen aber auch, dass sie vom „Westen“ auch ausgenommen werden und hier als vermeintliche Flüchtlinge erster Klasse oft auch angefeindet werden. Von daher weiss ich beim besten Willen nicht, was da das weniger schlechte Kriegsende ist, weil es vermutlich in beiden Fällen kein wirkliches Ende ist, sondern nur ein Vertagen verbunden mit der Frage, von wem man aufgefressen wird.

    Mit Blick auf den Trumpel stünde aber auch im Raum, ob eine K. Harris keinen Krieg angezettelt hätte.

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