Presseschau 11.September 20124

Irgend etwas mit IT: Um »ein robustes Portfolio an geistigem Eigentum aufzubauen«, meldet der Autobauer Ford ein Patent an, um Gespräche im Auto zu belauschen und daraufhin gezielte Werbung im Radio abzuspielen. Ein wirklich interessanter Gedanke, auch wenn es mir als Motorradfahrer ziemlich am Arsch vorbeigeht. Daß allerdings die Gedankengänge des Fahrzeugherstellers sich dahingehend erweitern: »Ein im Juli eingereichtes Ford-Patent schlug eine Technologie vor, die es Fahrzeugen ermöglichen würde, die Geschwindigkeit von Autos in der Nähe zu überwachen, sie zu fotografieren und die Informationen an die Polizei zu senden.« finde ich dagegen extrem unsportlich.

Vorher…

Und dazu ein Software-Update. Also nicht Ersteres, sondern für elektrische Katzenklos, die ihre Benutzer bei Benutzung desselben töten (können). Wenn schon mackige Software, warum dann nicht nicht wie Tesla oder Boeing. Aber arme, unschuldige Mietzekatzen? Da ist dem (chinesischen) Hersteller wohl der Zusammenhang zwischen »Internet« und »Katzen« entgangen.

via fefe

Oder gar keine Software. Meine allerliebste Fanny arbeitet nun seit Jahr und Tag als Flüchtlingsbetreuerin aka Integrationsbeauftragte in einer kleinen Gemeinde in Niedersachsen. Als Dolmetscherin und in der Betreuung, soweit man in einem fremdenfeindlichen und gleichgültigen Umfeld denn so betreuen kann. Sogar Diensthandys haben sie da – zum Beispiel mit einem Übersetzungsprogramm Arabisch – Deutsch (französisch, spanisch, englisch, portugiesisch und partiell italienisch kann sie ja selber, arabisch leider noch nicht). Das funktioniert aber leider nur im Büro, weil man kein Datenvolumen hat. Telephonieren ja, Internet ist für uns alle Neuland, also nein. Und Dolmetscher braucht man ja eigentlich sowieso nicht – »wenn man etwas übersetzen will, scannt man das ein und irgend eine App übersetzt das dann« (Zitat : der Personalchef). Hochschwangere Nigerianerinnen im Krankenhaus zum Beispiel oder kriegstraumatisierte Sechsjährige in der Schule. Alle einscannen! Macht alles die App. Deswegen gibt’s auch nicht mehr Geld außer dem Hungerlohn den das Rathaus zahlt. Soviel kann man gar nicht essen wie man kotzen möchte.

Es ist zwar erst Mittwoch, aber ich prognostiziere mal, daß es diese Woche keine islamistische Messer-Terror-Attacke mehr gibt. Das wäre also eine ruhige Herbstwoche mehr! Wenn sämtliche Softwareupdates zügig eingespielt werden.

Annalena Charlotte Alma Baerbock, oder auch kurz »ACAB«. War mir noch gar nicht aufgefallen.

Außerdem arbeite ich an neuen Mittentönern für meine Lautsprecher. Passend zum Klipschorn im Bass sollen es Mitteltonhörner werden. Weil das logischerweise in der Ecke steht, wird’s etwas zierlicher als erwartet. Mit ca. 80×80 cm Öffnungsfläche und einer Länge von 1,3m (gebogen, damit es in der Ecke auch formschön Platz hat). Ich bleibe dabei meinem Grundsatz »Hifi ist, wenn es durch die Tür passt« also treu. Es bleibt spannend!

3 Gedanken zu „Presseschau 11.September 20124

  1. „Oder gar keine Software.“

    Das ist vielleicht der beste Ansatz. Wer ist in diesem speziellen Fall eigentlich so kirre und kauft ein derart behindertes Ding, wenn es ein ganz normales Katzenklo auch täte? So btw. kostet das weniger und ausräumen muss man im Zweifel das eine wie das andere Teil. Klassischer Fall von Dingen, die die Welt nicht braucht, und wenn sie per Smartphone und Internet of Shit verdongelt sind, dann gleich zweimal nicht.

    Ford – Dein Auto als Wanze – owT bis auf den Punkt, was immer noch für Euphemismen erfunden werden für irgendwelche Grütze. Das hat vermutlich länger gedauert als den Mist zu implantieren.

    Zum Thema Flüchtlingsbetreuung/Asyl/Migration habe ich bei Claudia und bei den Fliegenden Brettern schon gesenft. Ist ja schließlich keine bunte Wehr oder VW oder die Meyer-Werft, deren Mißwirtschaft jetzt mit Staatshilfen kompensiert werden soll. Und wenn man die Knete auf diese Art im großen aus dem Fenster wirft, muss es ja im und am Kleinen wieder „eingespart“ werden.

    Ironie on:

    Zu den Messermännern sage ich lieber nix, aber irgendwo haben die Dienste bestimmt noch einen nützlichen Idioten sitzen…

    Ironie off

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    • Moin

      Gestern konnte ich bedauerlicherweise nicht antworten, weil ich den Tag auf der Yamaha verbringen
      mußte. Es gibt solche Tage!

      Mein Mitleid mit der Katzenbesitzerin hält sich ohnehin in sehr, sehr engen Grenzen. Allein der Kauf
      einer solchen Katzenverwertungsmaschine disqualifiziert den Käufer. Bemerkenswert fand ich allein das Erscheinen
      eines Software-Updates: Anstelle der Feststellung, daß es offensichtlich degenerierte Vollidioten gibt, werden
      Updates bereitgestellt. Updates wofür? Daß der Hersteller nicht imstande ist, Software zu schreiben, hat er bereits
      bewiesen. Daran ändert ein Update auch nichts. Und genau da schließt sich der Kreis zu Boeing und Tesla (und anderen): Davon wird niemand wieder lebendig. Die Verantwortung beginnt, bevor man auch nur die erste Zeile Code auf den Bildschirm schreibt.
      Und genau dieses Bewußtsein ist völlig verloren gegangen. Das ist der Moment, wo sich das Katzenklo nicht von einer
      737 Max 8 unterscheidet. Und dann auch noch süße Kätzchen!

      »Das hat vermutlich länger gedauert als den Mist zu implantieren.« Alleine der Gedanke, so etwas zu machen, sollte den
      Hersteller unter moralischen Gesichtspunkten völlig diskeditieren. Das scheint aber nicht einmal mehr in zweiter Betrachtung
      zu interessieren.

      Puh, Glück gehabt 🙂

      Aber diese Woche ist Brückenterror

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  2. Also das es so schnell geht mit, den nächsten islamistischistischen Terrorzwanzigjungfrauenanwärter aus dem Hut zu zaubern, hätte ich jetzt nicht gedacht. 9/11 war doch schon vorbei.

    Und mit der Brücke „freue“ ich mich auch, die Nummer mit „Das kann uns nicht passieren“ hat sich ja jetzt wohl und wir haben damit nach einigen anderen Unglücken, die an vergammelter Infrastruktur liegen, unser nächstes italienisches Moment. Es wird nur an der Sichtweise oder gar an einem möglichen Umdenken nichts ändern. Derzeit spielt man ja nur Schwarzer Peter bei den Schuldzuweisungen.

    Die SWP titelte in BLÖD-Manier etwas von „Brücken-Schock“, nur echt mit Deppen-Binde-Strich. Reine Nachrichten ohne Alarmismus oder Hofberichterstatten sind nicht mehr drin – das muss drücken!

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