
Der permanente Nieselregen ist mittlerweile einem massiven Guss gewichen. Und als ich etwas genervt in den Himmel schaue, beschließt Petrus, daß man da durchaus noch eine Schippe drauflegen könnte. Danke, du Arsch! Zur Vergeltung lege ich Michael McDonalds Blink of an Eye auf. Aber wenn man dazu keinen Diesel starten kann, der einem das Gefühl von Vortrieb gibt, ist das auch etwas unsinnig. Neben mir läßt einer der Trucks seine Maschine an. Neidisch lausche ich den 24 Litern Hubraum, die da ihre Arbeit aufnehmen. Ich will auch so etwas. Einen großen, zuverlässigen Motor, der einen 30 ft Trailer wegzieht wie ein Stück Wurst vom Sandwich. Mein Gott, ich liebe Trucks beinahe so sehr wie Motorräder.
Dem Wetter zum Trotz ziehe ich die Lederjacke an und mache einen Erkundungsgang über das Gelände. Wir sind von Drahtzäunen umzingelt, keine Pommesbude, kein Kiosk – gar nichts, nur eine graues Zollgebäude. Vor uns der Rhein, eine Brücke ohne Fussweg. Perfekt zum verhungern. Cheffe versucht vermutlich, mit Hilfe einiger Bauarbeiter von der Straße seinen Laptop aufzuklappen, der Altgeselle den Scanner zum Leben zu erwecken, während sich die Schweizer Spedition wundert, warum am anderen Ende der Leitung nichts passiert. Besser wieder ins Fahrerhaus meines Mickey-Mouse Autos. Ich bekomme bei den Tonnen von Stahl und Aluminum hier noch Komplexe. In meinem nächsten Leben mache ich das große Patent und dann darf ich das auch. Neben dem Lappen für große Yamahas.
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